Heute vor 120 Jahren …
… fand mit Paris–Bordeaux–Paris das erste (reglementierte) Autorennen der Geschichte statt. Das Rennen Paris-Rouen 1894 war eher ein Schaulaufen mit zweifelhaftem Ausgang, am Rennen Turin-Asti-Turin am 18. Mai 1895 gab es kein Reglement, es nahmen unterschiedliche Fahrzeuge – auch Motorräder – teil. Paris-Bordeaux-Paris dauerte bis 13. Juni, die Fahrzeuge mussten Platz für mindestens vier Passagiere bieten. Émile Levassor war zwar der Schnellste (ca 49 Stunden für 1178 km), fuhr aber einen Zweisitzer. Offizieller Gewinner war damit Paul Koechlin, der elf Stunden länger brauchte. Dem Organisationskomitee entsprang im selben Jahr der Automobile Club de France (AFC).
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Heute vor 110 Jahren …
… wurde der Eishockeyspieler Josef Artur Göbl (mit Fotos) in Wien geboren (sicher ist das genaue Datum nicht, das Jahr dürfte aber stimmen). Er war für den Wiener Eislauf-Verein (WEV) und EK Engelmann Wien (EKE) aktiv. Mit der Österreichischen Nationalmannschaft gewann der Wiener zweimal die Europameisterschaft (1927, 1931) sowie die Silbermedaille 1932. Bei Weltmeisterschaften holte er Silber 1933 und Bronze 1931. Göbl nahm zweimal an Olympischen Spielen teil (1928 Platz sechs, 1936 Platz sieben). Nach seiner aktiven Karriere arbeitete er als Manager der Kunsteisbahn in Den Haag, als Trainer des ERC Mannheim, als Schiedsrichter und war erfolgreicher Vertreter für Tennisartikel. Im Juni 1971 starb Josef Göbl im Alter von (etwa) 66 Jahren in seiner Heimatstadt.

Heute vor 90 Jahren …
… wurde der Sportreporter Johnny Esaw in North Battleford, Saskatchewan, geboren. Er war ein Pionier der Sportberichterstattung in Kanada mit den Schwerpunkten Eishockey, American Football und Eiskunstlauf. Als Sportdirektor bei CFTO spielte er eine große Rolle bei den Verhandlungen um die Übertragungsrechte bedeutender Übertragungsrechte. Bekannt wurde Esaw durch das Interview mit Phil Esposito 1972 nach einer Niederlage der Kanadier gegen Russland in Vancouver. Mit 71 Jahren beendete er seine Karriere vor der Kamera. Am 6. April 2013 starb Johnny Esaw im Alter von 87 Jahren in Toronto.

 

Heute vor 70 Jahren …
… starb der Radrennfahrer André Hardegger im Alter von 23 Jahren in Zürich, wo er am 18. März 1922 auch geboren wurde. Das großte Talent stürzte bei einem Steherrennen auf der Radrennbahn Zürich-Oerlikon und erlitt dabei tödliche Verletzungen. In seiner jungen Karriere gewann er die Tour du Lac Léman und die Schweizer Meisterschaft in der Einerverfolgung. Die Tour de Suisse 1941 beendete Hardegger auf Rang sechs, 1942 musste er vorzeitig absteigen.
radsportseiten.net/André Hardegger

Heute vor 60 Jahren …
… wurde der Leichtathlet Juri Georgjewitsch Sedich in Nowotscherkassk, Südrussland, geboren. Der Hammerwerfer ist zweifacher Olympiasieger (1976, 1980) sowie Silbermedaillen-Gewinner 1988. Bei Weltmeisterschaften triumphierte er 1991 und holte Silber 1983. Außerdem war er bei Europameisterschaften dreimal erfolgreich (1978, 1982, 1986). Auf seinem Erfolgskonto stehen auch sechs Weltrekorde, zuletzt mit einer Weite von 86,74 am 30. August 1986 in Stuttgart, die immer noch Gültigkeit hat. Seine Tochter Alexia gewann 2010 Hammerwurf-Gold bei den Olympischen Jugendspielen.
fashions-cloud/Juri Sedich

Heute vor 60 Jahren …
… starb der Autorennfahrer Pierre Levegh im Alter von 49 Jahren am Circuit des 24 Heures in Le Mans. Geboren wurde er am 22. Dezember 1905 in Paris als Pierre Eugène Alfred Bouillin. Sein Onkel Alfred Velghe aka Levegh war ein Motorsportpionier zur Jahrundertwende. Beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans 1952 machte er durch seine 23-Stunden-Solofahrt, davon fast elf Stunden als Führender, von sich Reden. Ein Motorschaden 70 Minuten vor Ablauf der 24 Stunden verhinderte den größten Triumph des Franzosen. Beim Klassiker drei Jahre später stand Levegh tragischerweise ebenfalls im Mittelpunkt: Er kollidierte mit dem Briten Lance Macklin, der dem vor ihm liegenden Mike Hawthorns ausweichen musste. Macklin bremste nach dem Überholmanöver sofort stark ab, um in die Boxengasse einzubiegen und übersah dabei den von hinten kommenden Levegh. Der Franzose hatte keine Zeit zu reagieren, kollidierte mit dem flach abfallenden Heck des Austins von Macklin, das wie ein Schanze wirkte. Leveghs Mercedes wurde auf einen Erdwall, der zum Schutz des Publikums aufgeschüttet war, geschleudert und überschlug sich. Dabei wurden Teile des Wracks wie Motorblock oder Vorderachse ins Publikum geschleudert. Das ausbrechende Feuer, das noch mehrere Stunden brannte, forderte ebenfalls zahlreiche Opfer. Insgesamt starben 84 Menschen, darunter Pierre Levegh, der aus dem Auto geschleudert wurde und seinen schweren Verletzungen noch an der Strecke erlag.
ewilkins.com/1955 Le Mans Disaster
Google Images

Heute vor 25 Jahren …
… starb der Leichtathlet Albert James „Bert“ Norris im Alter von 91 Jahren in Wincanton, South Somerset. Geboren wurde er am 5. November 1898 am Hanover Square, London-Westminster. Der Marathonläufer gewann 1933 als erster Läufer die beiden britischen Klassiker, den Plytechnic-Marathon und das AAA-Race, im selben Jahr. Bei den Olympischen Spielen 1936 musste der Brite das Rennen aufgeben, holte dafür bei den British Empire Games 1938 die Silbermedaille.

Heute vor 25 Jahren …
… starb der Fußballspieler Oldřich Nejedlý im Alter von 80 Jahren in Rakovník, Mittelböhmen. Geboren wurde er am 26. Dezember 1909 in Žebrák (deutsch Bettlern), Mittelböhmen, damals Österreich-Ungarn. Der Torjäger gewann mit Sparta Prag (1931-41) vier Meisterschaften (1932, 1936, 1938, 1939) und den Mitropa Cup 1935. In 187 Erstligaspielen für Prag und Rakovnik (1942-46) erzielte er 162 Treffer. Außerdem absolvierte Nejedlý 43 Länderspiele für die Tschechoslowakei (28 Tore) sowie eines für Böhmen (1 Tor beim 7:3 gegen Jugoslawien). Unter anderem spielte er vier Partien bei der WM 1934 (Finale, Toptorschütze mit fünf Treffern) und zwei bei der WM 1938 (Viertelfinale, 2 Treffer). 1934 wurde der Tscheche mit dem Bronzeball als drittwertvollster Spieler der Endrunde ausgezeichnet. 1938 brach er sich während in der (ersten) Viertelfinalpartie gegen Brasilien ein Bein (die Tschechoslowaken scheiterten im Wiederholungsspiel). Außerdem stand der Kanonier fünfmal gegen Österreich (1-4-0), dreimal gegen Deutschland (1-0-2, drei Tore im WM-Halbfinale 1934) und dreimal gegen die Schweiz (1-1-1, vier Treffer) auf dem Platz.
Image (profutbal.sk)

Heute vor 20 Jahren …
… endeten die 94. French Open im Stadion Rolland Garros in Paris. Das Herreneinzel gewann Thomas Muster durch einen Dreisatzsieg (7-5, 6-2, 6-4) gegen Michael Chang. Der Österreicher war zwar nur als Nummer fünf gesetzt, aber er kam mit fünf Turniersiegen auf Sand in die Kathedrale des Sandplatztennis. Insgesamt gab Muster nur drei Sätze ab, zwei davon im Viertelfinale gegen Alberto Costa. Der Spanier führte bereits mit 2:1 Sätzen, doch der „Musterminator“ dreht die Partie noch um. Chang, der sechs Jahre zuvor erfolgreich war, räumte im Halbfinale den doppelten Titelverteidiger Sergi Bruguera aus dem Weg. Für den Spanier endete damit eine 19 Spiele andauernde Siegesserie in Paris. Im Achtelfinale verlor Michael Stich gegen Chang in vier Sätzen, Marc Rosset scheiterte bereits in Runde zwei.
Im Damenbewerb setzte sich Steffi Graf gegen die top gesetzte Titelverteidigerin Arantxa Sánchez Vicario in drei Sätzen durch (7-5, 4-6, 6-0) und feierte damit ihren Vierten von sechs French-Open-Siegen. Beate Reinstadler schaffte zum zweiten Mal in ihrer Karriere den Sprung in die dritte Runde eines Grand-Slam-Turnieres, scheiterte dort aber an der späteren Finalistin Sánchez Vicario. Martina Hingis musste sich ebenfalls in Runde drei Lindsay Davenport in drei Sätzen geschlagen geben.
Im Herren-Doppel-Semifinale verabschiedete sich der Schweizer Jakob Hlasek (mit Partner David Wheaton). Im Mädchenbewerb erreichte die Deutsche Marlene Weingärtner das Finale, unterlag dort aber Amélie Cocheteux in zwei Sätzen (5-7, 4-6).
Image Muster (pinterest.com)
Image Graf (rolandgarros.com)

Heute vor 20 Jahren …
… endete der Große Preis von Kanada auf dem Circuit Gilles Villeneuve in Montréal mit dem Sieg von Jean Alesi (Ferrari). Rubens Barrichello und Eddie Irvine steuerten ihre Jordan-Boliden erstmals in der Teamgeschichte aufs Podium. Alesis Sieg war der einzige der Saison, der nicht mit einem Renault-Motor eingefahren wurde. Michael Schumacher baute als Fünfter seine WM-Führung auf Damon Hill um zwei Zähler aus (36:29), Alesi überholte Gerhard Berger und rückte auf Rang drei vor. Berger konnte nach einer Kollision mit Martin Brundle das Rennen zwar nicht beenden, wurde aber als Elfter klassiert. Heinz-Harald Frentzen stieg wegen Motorproblemen nach 26 Runden aus.
sutton-images.com

Heute vor 10 Jahren …
… beendete Schwergewichtsboxer Mike Tyson seine Karriere nach einer Niederlage durch technischen K.-o. in der sechsten Runde gegen Kevin McBride. 1986 gewann er als jüngster Boxer einen Weltmeistertitel im Schwergewicht und der erste Champion der von allen drei Verbänden anerkannt wurde (1987). Insgesamt absolvierte Tyson 58 Profikämpfe, gewann davon 50 (44 KO) und verlor sechs (5 KO).
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