Heute vor 125 Jahren …
… wurde der Schachspieler Richard Réti in Pezinok, Bratislavský kraj, damals Österreich-Ungarn, geboren. Sein älterer Bruder war der Pianist und Komponist Rudolph Reti. Er war ein Vertreter der Hypermodernen Ideen im Schach. 1924 feierte er seinen größten Erfolg mit dem Sieg gegen den seit 1916 ungeschlagenen Weltmeister José Raúl Capablanca und etablierte die „Réti-Eröffnung“. 1925 stellte Réti einen Weltrekord im Blindsimultan an 29 Brettern auf. Er gewann 21 Partien, hielt 6 remis und verlor nur 2. Seine beste historische Elo-Zahl betrug 2710 (Dezember 1920), seine beste Weltranglistenplatzierung war der fünfte Rang (fünfmal zwischen August 1920 und Februar 1921). Richard Réti starb am 6. Juni 1929 im Alter von 40 Jahren in Prag an Scharlach und wurde am Wiener Zentralfriedhof begraben.
Image (thecharnelhouse.org)

… übernahmen die Brüder André und Édouard Michelin eine kautschukverarbeitende Produktionsstätte in Clermont-Ferrand. Anfangs produzierte das Unternehmen noch Abdichtungen und Gummibälle bis Edouard die Idee für einen auswechselbaren Luftreifen hatte. Und schon im selben Jahr gewann Charles Terront die Premiere des Radrennens Paris–Brest–Paris auf Michelin-Reifen. Sechs Jahre später nahm „der Blitz“ als erstes Auto auf Luftreifen am Rennen Bordeaux-Paris-Bordeaux teil. 1900 erschien der erste Guide Michelin, der als Werkstattführer für Autofahrer diente. 1906 gewann ein Renault auf Michelinreifen mit abnehmbaren Felgen, die sich als unschätzbarer Vorteil herausstellten. Der von Michelin erfundene Radialreifen kam 1978 auch in der Formel 1 zum Einsatz, 1979 gewann Jody Scheckter im Ferrari damit die Weltmeisterschaft. 2006 folgte nach Regeländerungen der FIA der Ausstieg des Reifenherstellers aus der Königsklasse.
Image (logosociety)

Heute vor 100 Jahren …
… wurde der Eiskunstlauftrainer Arnold Gerschwiler in Arbon, Thurgau, geboren. Unter der Anleitung des Schweizers eroberte sein Neffe Hans Gerschwiler Olympiasilber 1948, Alena Vrzanova wurde zweimal Weltmeisterin (1949, 1950). Sein Schützling John Curry gewann 1976 Olympia- und Weltmeisterschafts-Gold, Valda Osborn wurde 1953 Europameisterin. Arnold Gerschwiler starb am 22. August 2003 im Alter von 89 Jahren in Cheam, Greater London.
Image (bita-uk.com)

Heute vor 90 Jahren …
… absolvierte die Republik Irland als „Irish Free State“ ihr erstes Länderspiel. Nach der Teilung Irlands 1921 reduzierte sich der Einflussbereich der seit 1880 existierenden Irish Football Association (IFA) mit Sitz in Belfast auf Nordirland, die Football Association of the Irish Free State (FAIFS) vertrat die Interessen des „restlichen“ Irlands. Bei den Olympischen Spielen 1924 absolvierte der Verband sein erstes offizielles Länderspiel in der zweiten Runde (!) gegen Bulgarien und gewann 1:0. Das erste Länderspieltor für das freie Irland erzielte Paddy Duncan.
fifa.com

Heute vor 75 Jahren …
… wurde der Fußballspieler Dieter Erler in Glauchau, Sachsen, geboren. Der Mittelfeldspieler war für Wismut Karl-Marx-Stadt (heute Erzgebirge Aue; 1958-1963: Meister 1959) und den SC Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitzer FC; 1963-1972: Meister 1967) aktiv. Außerdem absolvierte er 47 Länderspiele (12 Tore) für die DDR (1959-1968), unter anderem zweimal gegen Österreich (1:1, 1:0). In der Europapokalsaison 1960/61 bestritt Erler die drei Spiele gegen den österreichischen Meister Rapid Wien (1:3, 2:0, 0:1). Dieter Erler starb am 10. April 1998 im Alter von 58 Jahren in Chemnitz, Sachsen.
Image (Delcampe.net)

Heute vor 60 Jahren …
… wurde der Leichtathlet João Carlos de Oliveira in Pindamonhangaba, São Paulo, geboren. Der Weitspringer gewann bei  Olympischen Spielen jeweils die Bronzemedaille (1976, 1980) im Dreisprung. Bei den Panamerican Games eroberte der Brasilianer viermal Gold, jeweils zweimal im Drei- sowie im Weitsprung (1975, 1979), bei den Südamerikameisterschaften war er fünfmal erfolgreich. Am 15. Oktober 1975 bei den Panamerican Games in Mexico City stellte Oliveira mit 17,89 Metern einen neuen Weltrekord auf, der fast zehn Jahre halten sollte (bis 16. Juni 1985). Im Dezember 1981 wurde Oliveira Opfer eines Autounfalls, ihm musste ein Bein amputiert werden, sein Bruder Francisco und der Unfallfahrer starben. Er litt in der Folge an Depressionen und verfiel dem Alkohol. João Carlos de Oliveira starb am 29. Mai 1999 im Alter von 45 Jahren in São Paulo.
Image (lendasdoesporte)

Heute vor 50 Jahren …
… wurde der Eishockeyspieler Mark MacKay in Brandon, Manitoba, geboren. Der Angreifer wechselte 1985 nach Deutschland und war in der DEL für die Schwenninger Wild Wings (1995-2002: 5. Platz 1996) aktiv. Er absolvierte 50 Länderspiele (6 Tore, 22 Assists) für Deutschland und nahm an vier A-Weltmeisterschaften, zwei B-Weltmeisterschaften sowie an den Olympischen Spielen 1998 und 2002 teil.
Image (serc.de)

… wurde der Boxer Jeff Fenech in Sydney geboren. Der Superfedergewichtler eroberte drei Weltmeistertitel in verschiedenen Gewichtsklassen: im Bantamgewicht (1985, IBF-Version), im Superbantam (1987, WBC) und im Federgewicht (1988, WBC). Nach seiner Boxkarriere hatte Fenech auch noch einige Kämpfe auszufechten: Im Jänner 2004 wurde er von vier Unbekannten attackiert und benötigte danach eine „Schönheits“-Operation im Gesicht. Im Juni 2004 gaben Unbekannte sieben Schüsse auf das Haus des Australiers ab, es wurde niemand verletzt. 2005 engagierte Mike Tyson Fenech, um seine Karriere wieder aufzupeppen. 2008 kehrte er in den Boxring zurück und stellte sich im so genannten „grudge match of the century“ (Wutduell des Jahrunderts) Azumah Nelson, den er nach Juryentscheidung besiegte. Jeff Fenech absolvierte insgesamt 33 Kämpfe, davon gewann er 29 (KO 21) und verlor 3 (alle durch KO).
Image (Boxrec Boxing Encyclopaedia)

Heute vor 25 Jahren …
… starb der Motorradrennfahrer Iván Palazzese im Alter von 27 Jahren bei einem Unfall während des WM-Laufs beim Großen Preis von Deutschland auf dem Hockenheimring, Baden-Württemberg. Nach einem Zusammenstoß mit dem Österreicher Andreas Preining, prallten die zwei nachkommenden Motorräder von Bruno Bonhuil und Fabio Barchitta in den gerade aufstehenden Venezuelaner. Palazzese erlag noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen. In seiner kurzen Karriere gewann er 1982 zwei WM-Läufe, 1977 fuhr er bei seinem ersten WM-Rennen (GP von Venezuela) auf Rang drei (hinter Angel Nieto und Toni Mang) und ist mit etwas mehr als 15 Jahren der jüngste Pilot, der es auf das Podest geschafft hat.  Geboren wurde Iván Palazzese am 2. Januar 1962 in Alba Adriatica, Abruzzen.
Image (motovelocidad.org)

… starb der Autorennfahrer Alexander von Falkenhausen, eigentlich Freiherr von Falkenhausen, im Alter von 82 Jahren in München, wo er am 22. Mai 1907 auch geboren wurde. Der Deutsche wurde nach seinem Studium Werksfahrer bei BMW und gewann zweimal in Folge die Internationalen Sechstagefahrt (1936, 1937). 1948 entschied Falkenhausen die Deutsche Sportwagen-Meisterschaft für sich. Er stieg bei BMW als Entwickler immer weiter auf und übernahm 1954 (bis 1976) die Rennsportabteilung. Insgesamt war er bei zahlreichen Bergrennen sowie Rallyes erfolgreich und stellte Weltrekorde über 500 Meter und die Viertelmeile auf.
Image (nextcar.com.au)

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