Heute vor 190 Jahren …
… wurde der römisch-katholische Erzbischof Thomas William Croke in Ballyclough, County Cork, geboren. Das größte Sportstadion in Irland, Croke Park in Dublin, auch Sitz der Gaelic Athletic Association (GAA), ist nach ihm benannt. Er soll  während der Revolution von 1848 in Paris auf den Barrikaden mitgekämpft haben. 1870 nahm er am ersten vatikanischen Konzil als Theologe im Gefolge des Bischofs von Cloyne teil und wurde zum Bischof von Auckland in Neuseeland ernannt. Wegen seines nationalistischen Engagements wurde er von der britischen Regierung mit mehr Misstrauen beobachtet. Thomas William Croke starb am 22. Juli 1902 im Alter von 78 Jahren in Thurles, County Tipperary.
crokepark.ie

Heute vor 100 Jahren …
… wurde der Fußballspieler Edward Piotr Nyc als Erwin Günther Nytz in Katowice, Województwo śląskie, geboren. Der Mittelfeldspieler war unter anderem für Polonia Warschau (1935-1939) aktiv und absolvierte 11 Länderspiele für Polen – unter anderem bei der WM-Endrunde 1938 (5:6 gegen Brasilien in Runde eins). Im Zweiten Weltkrieg wurde er dem 1. FC Kattowitz zugeteilt und mehrmals in die oberschlesische Auswahl einberufen, er galt als Kandidat für die großdeutsche Nationalmannschaft – obwohl er kein Anhänger der Nazis gewesen sein soll. Das bestätigten nach dem Krieg polnische Ex-Kollegen von Polonia Warschau, die er trotz Verbots getroffen und mit Lebensmitteln versorgt hat. Außerdem soll er auch Waffen für die polnische Untergrundarmee Armia Krajowa organisiert haben. Edward Nyc starb am 1. Mai 1988 im Alter von 73 Jahren in Piekary Śląskie, Województwo śląskie.
Image (audiovis.nac.gov.pl)

… wurde der Radrennfahrer Giordano Cottur in Triest, Friaul-Julisch Venetien geboren. Seine größten Erfolge feierte der Italiener beim Giro d’Italia, an dem er insgesamt siebenmal teilnahm (1938-1949) und dreimal auf Rang drei beendete (1940, 1948, 1949). Cottur trug das Rosa Trikot insgesamt 14 Tage (1948, 1949) und gewann fünf Etappen –  inoffiziell sogar sechs: 1946 wurde der Führungspulk etwa dreißig Kilometer vor der Zielankunft in Triest mit Steinen beschossen. Hintergrund war die Auseinandersetzung zwischen Italien und Titos Jugoslawien um die Hafenstadt. Die Giro-Organisatoren beschlossen, die Etappe abzubrechen, mussten sie aber nach politischem Druck dennoch beenden. Cottur führte daraufhin eine „Delegation“ an, die ins Ziel fuhr und so das aufgebrachte Publikum beruhigte. Giordano Cottur starb am 8. März 2006 im Alter von 91 Jahren in seiner Heimatstadt.
Image (radsportseiten.net)

Heute vor 90 Jahren …
… wurde der Fußballspieler Dino Ballacci in Bologna, Emilia-Romagna, geboren. Der Verteidiger war in der Serie A für FC Bologna (1945-1957: Platz vier 1955; Pokalsieg 1946) aktiv und absolvierte ein Länderspiel für Italien (24.01.1954 gegen Ägypten 5:1). Als Trainer war er lange Jahre in den unteren Ligen tätig, unter anderem betreute Ballacci USD Arezzo (1970-1973, 1976-1979). Dino Ballacci starb am 6. August 2013 im Alter von 89 Jahren in Imola, Emilia-Romagna.
Image (24italia.it)

Heute vor 75 Jahren …
… wurde der Skisportler Waldemar Heigenhauser in Saalfelden, Salzburg, geboren. Er begann seine Karriere als Spezialspringer und erreichte bei der Vierschanzentournee 1962/63 mit Platz 14 sein bestes Ergebnis. Bei den Olympischen Spielen nahm er zweimal in der Nordischen Kombination teil, belegte aber nur die Plätze 19 (1964) und 35 (1968).

Heute vor 70 Jahren …
… wurde der Fußballspieler Wolfgang „Bobby“ Breuer geboren. Der Offensivspieler war unter anderem für die SpVgg Bayreuth (1974-1982: 2. Bundesliga) und die SPG WSG Swarovski Wattens-Wacker Innsbruck (1972-1974: Meister 1973, Pokal 1973, Vizemeister 1974) aktiv. Beruflich war Breuer 29 Jahre bei der Stadtverwaltung Bayreuth beschäftigt – auch während seiner Fußballkarriere.
Image (bayern-hof.de)

Heute vor 60 Jahren …
… wurde der Fußballspieler Didi Mirnegg, voller Name Hans-Dieter Mirnegg, in Klagenfurt, Kärnten, geboren. Der Verteidiger war in Österreich unter anderem für Austria Klagenfurt (1972–1975), VOEST Linz (1975–1979), Vorwärts Steyr (1985–1987) aktiv, im Ausland spielte er für den MSV Duisburg (1979–1981) und Como Calcio (1981–1982). Der Kärntner absolvierte 15 Länderspiele für Österreich (1979–1981), davon drei gegen Deutschland (3 Niederlagen, 1:6 Tore). Seit 1990 arbeitet Mirnegg als Trainer im Raum Oberösterreich.
Image (union-edelweiss-linz)

… starb der Eishockeyspieler Lionel Conacher, voller Name Lionel Joseph Pretoria Conacher, im Alter von 52-54 Jahren. Sein Geburtsdatum scheint mit dem 24. Mai klar, beim Geburtsjahr gibt es unterschiedliche Angaben (1900-1902). Der Kanadier war im Baseball, Football, Lacrosse und Eishockey aktiv und wurde 1950 zu Kanadas Sportler der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gewählt. Obwohl er erst mit 16 Jahren Schlittschuhlaufen lernte, schlug er ausgerechnet eine Eishockey-Profilaufbahn ein. Als Verteidiger war in der NHL unter anderem für die New York Americans ( 1926-1930), die Montréal Maroons (1930-1937) und die  Chicago Blackhawks (1933/34) aktiv. „The Big Train“ gewann zweimal die NHL-Meisterschaft (1934, 1935) und wurde dreimal ins All-Star Team (1933 2nd, 1934 1st, 1937 2nd) gewählt. Nach seiner Athletenkarriere wechselte Conacher in die Politik und saß bis zu seinem Tod im kanadischen Parlament. Seine jüngeren Brüder Charlie und Roy, sein Sohn Brian und sein Neffe Pete spielten und spielen ebenfalls in der NHL.
Image (findagrave.com)

Heute vor 50 Jahren …
… wurde der Eishockeyspieler Pat Verbeek in Sarnia, Ontario, geboren. Der Angreifer (RW) war in der NHL unter anderem für die New Jersey Devils ( 1982-1989), die Hartford Whalers (1989-1995), die Dallas Stars (1996-1999, 2001/02) aktiv und gewann 1999 mit den Stars den Stanley Cup. Mit dem Team Canada nahm er an drei Weltmeisterschaften teil und gewann 1994 die Goldmedaille, 1989 die Silbermedaille und 1986 beim World Cup of Hockey ebenfalls Silber. Nach seiner aktiven Karriere war Verbeek für die Detroit Red Wings (2006-2010) und die Tampa Bay Lightning (2010-aktuell) tätig. In den NHL-Rankings liegt er in diversen Kategorien noch im Spitzenfeld: 2905 Strafminuten (11. Rang, in 1424 Spielen), 186 PP-Tore (21.), 332 Even Strength Goals (32.),  522 Treffer (34.), 67 Game-Winning Goals (46.). Sein Spitzname war übrigens „The Little Ball of Hate“. Den bekam er 1995 von Glenn Healy verpasst nachdem Verbeek sich eine gnadenlose Rauferei mit Ray Ferraro lieferte.
Image (Vintage Hockey)

… wurde der Schwimmer Adrian David Moorhouse in Bradford, West Yorkshire, geboren. Der Brustspezialist wurde 1988 Olympiasieger, gewann WM-Silber 1991 und holte bei Europameisterschaften vier Gold-, drei Silber- sowie zwei Bronzemedaillen (1983-1991). Dazu kommen dreimal Gold, viermal Silber sowie einmal Bronze von den Commonwealth Games (1982-1990) und eine Auszeichnung zu Europas Schimmer des Jahres 1990.
Image (International Swimming Hall of Fame)

… wurde der Tischtennisspieler Erik Lindh in Kungälv, Västra Götalands, geboren. Der Schwede gewann bei den Olympischen Spielen 1988 Bronze im Einzel; wurde viermal Weltmeister (mit der Mannschaft 1989, 1991, 1993), viermal Vize-Weltmeister und zweimal WM-Dritter sowie siebenmal Europameister (1986-1996: 5x Mannschaft, 2x Doppel), dreimal Vize-Europameister und dreimal EM-Dritter. 1991 war Lindh Gewinner der Europe TOP-12, zwei Jahre zuvor schaffte er es ins Finale.

… fand das zweite Rennen der Formel-1-Saison 1964, der Grand Prix der Niederlande in Zandvoort, Provinz Nordholland, statt. Nach 80 Runden oder 335.440 Kilometern setzte sich Weltmeister Jim Clark (Lotus-Climax) vor John Surtees (Ferrari) und Peter Arundell (Lotus-Climax) durch. Der Schweizer Jo Siffert beendete das Rennen auf Rang dreizehn. Nach diesem Sieg zog Clark mit dem Sieger des Auftaktrennens in Monte Carlo, Graham Hill, in der WM-Wertung gleich.
Image (formula1.com)

… kam es in Lima in der Schlussphase des Olympiaqualifikationsspiel zwischen Peru und Argentinien zur Tragödie vom Estadio Nacional. Zwei Minuten vor Schluss verweigerte der Schiedsrichter den Hausherren die Anerkennung des 1:1-Ausgleichs. Aufgebrachte Fans versuchten ins Stadioninnere zu gelangen, was die Polizei mit Tränengasgranaten verhinderte. Doch das Gas verursachte eine Panik auf den Rängen und eine Massenflucht. Doch die Eingangstore aus Stahl waren verschlossen, die Menschen an vorderster Front wurden von den Nachkommenden zu Tode gequetscht oder zu Tode getrampelt. Insgesamt starben 320 Zuseher, 500 wurden verletzt. Innerhalb des Stadions kam niemand zu Schaden.

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